Als der 1. FC Köln in Velbert den Klassenerhalt in der 2. Tischtennis-Bundesliga eintütete, als Robin Malessa sein Abschiedsspiel beim FC gab oder als die Geißböcke den BVB im Prestige-Duell in der Regionalliga bezwangen, war in diesem Jahr einer immer dabei: Der Affe, der die Trikots unserer Regional- und Bundesliga-Teams zierte. Hinter dem Affen verbarg sich ein Freund und Förderer der Tischtennis-Abteilung: Sebastian Sauer.
Der Affe ist ein NFT aus der „Bored Ape Yacht Club“-Kollektion und als Besitzer dieses digitalen Bildes sowie Mitglied des BAYC-Clubs war es Sebastian ein besonderes Anliegen den Affen auf den Trikots des 1. FC Köln zu sehen.
Heute wollen wir mehr über seine Person erzählen, denn der 1. FC Köln trauert um Sebastian Sauer, der am Freitag, den 19. Juni 2026, im Alter von 38 Jahren verstorben ist.
Sebastian wurde am 16. November 1987 geboren und wuchs in Rheinland-Pfalz auf. Mit etwa 10 Jahren entdeckte er die Liebe zum Tischtennissport und dachte ununterbrochen über diesen nach. So sehr, dass er aus Freude und Neugierde seinen eigenen Spielstil kreierte und mit seinem langen Noppenspiel am Tisch bis in die 2. Bundesliga vordrang.
Als Heranwachsender begann er seine Expertise bei speziellen Lehrgängen für Materialspieler anzubieten, europaweit. Denn mit seiner stets freundlichen, geduldigen und offenen Art war Sebastian ein äußerst gefragter Trainer.
Später gründete Sebastian gar seine eigene Tischtennis-Marke „Sauer & Tröger“ und spezialisierte sich auf die Entwicklung von Noppenbelägen. Er war überzeugt davon, das Noppenspiel noch weiter vorantreiben zu können. Seine Vision, dass Noppen einmal als cool empfunden werden, gipfelte 2020 sogar in einem äußerst unterhaltsamen „NoppenRap“, mit welchem Sebastian seinen großartigen Humor manifestierte.
Parallel zu seinem Unternehmersein in der Tischtennis-Welt baute Sebastian sich als Immobilien-Investor ein zweites Standbein auf.
2024 zog es ihn nach Köln. Der Grund hierfür war ein trauriger. Sebastian war während eines Besuchs bei den Olympischen Spielen schwer erkrankt und begab sich zur intensiven Behandlung in die Uniklinik Köln. Als er nahezu täglich zwischen der Klinik und seiner Wohnung in Braunsfeld pendelte, war ihm der FC eine große Stütze. Hier traf er auf alte Weggefährten und frühere Krebspatienten. Sebastian fühlte sich verstanden und herzlich willkommen. Die Freude darüber brachte er gerne direkt zum Ausdruck und suchte die Halle auf so oft es ging. Auch den Schläger nahm er zwischenzeitlich wieder selbst in die Hand – der puren Spiel- und Lebensfreude wegen.
Zwischen dem 1. FC Köln und Sebastian Sauer entstand in kurzer Zeit eine enge Freundschaft, die über Sebastians Tod hinaus bestehen bleiben wird. Dafür steht symbolisch seine letzte Ruhestätte: der Melaten-Friedhof in Köln liegt nur einen Kilometer von der Heimat der Tischtennis-Abteilung entfernt. Sebastians Grab wird derzeit von einem kleinen Geißbock geschmückt – möge er ihn ewig begleiten.
Der FC spricht Sebastians Eltern, seiner Schwester sowie allen Freunden und Bekannten sein tief empfundenes Mitgefühl aus und wünscht ihnen viel Kraft in ihrer Trauer.
Mach et joot, leeven Sebastian!










