Nach dem Abgang von Spitzenspieler Alberto Miño machte man sich beim FC postwendend auf die Suche nach einem gleichwertigen Ersatz. Fündig wurde die Abteilungsleitung in der zweiten französischen Liga beim Caen TTC. Wenn das Bundesliga-Team am 9. September zum ersten Saisonspiel in eigener Halle aufläuft, wird der erfahrene Pole Jakub Kosowski die Mannschaft anführen.

portrait_hp-Jakub.jpgDer 1982 geborene Rechtshänder blickt bereits auf eine lange Karriere zurück. Unter anderem spielte er für den TTC Ruhrstadt Herne und den SV Plüderhausen in der 1. Bundesliga. Mit letzteren Club errang „Kuba“ in der Saison 2008/09 große Erfolge: den DTTB- und den ETTU-Pokal. Fragt man ihn nach seinen schönsten Siegen, kann er gleich mehrere aus seiner Zeit in Deutschland nennen: Zu seinen prominenten Opfern zählt Patrick Baum genauso wie Dimitrij Ovtcharov und die mehrfachen Weltmeister Jörgen Persson und Jan-Ove Waldner aus Schweden. Bereits 2006 war er nationaler Meister Polens geworden.

Um beim FC in der 3. Liga spielen zu können, hat Jakub mehrere Angebote höherklassiger Vereine abgelehnt. „Ich habe mich für den FC entschieden, weil ich schon früher in dieser Region zehn Jahre lang gespielt habe. Hier habe ich viele Freunde“, erklärt er seine Entscheidung. Die Integration in die Mannschaft von Trainer Dirk Huber dürfte umso leichter fallen, als Jakub bereits sehr gut Deutsch spricht. Seine auch internationale Erfahrung wird dem Team zugutekommen.

Begonnen hat für Jakub alles im heimischen Wohnzimmer, wo er im Alter von sieben Jahren erstmals einen Tischtennisschläger in die Hand bekam. „Die meisten Schläge gingen jedoch ins Aus“, erinnert er sich an die Matches gegen seinen Vater. Heutzutage lebt Jakub vorrangig in Warschau, zusammen mit seiner Frau, die als Krankenschwester und Hebamme arbeitet. Geboren wurde er jedoch in Bytom in Oberschlesien. Von dort aus sind es gerade einmal 20 Kilometer bis Gliwice, wo FC-Ikone Lukas Podolski zur Welt kam. Wegen Prinz Poldi ist Jakub „natürlich FC-Fan“, und ihn zu treffen wäre „ein riesiger Traum.“ Vor allem jedoch will er die Geißböcke wieder in die 2. Bundesliga führen und dafür, wie er sagt, „sein bestes Tischtennis zeigen.“

 

1. Spiel: Sonntag, 9. September 2018, 14 Uhr gegen TTC Ruhrstadt Herne, Turnhalle des Apostelgymnasiums, Biggestraße 2, 50931 Köln-Lindenthal

 

Text: Bernd Imgrund

Foto: Maksim Shdan

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