Am Sonntag reisten wir mit allen fünf Spielern und unserem Betreuer Manuel zum Auswärtsspiel nach Grünwettersbach. In der Nähe von Karlsruhe hat der ASV Grünwettersbach erst kürzlich sein neues Tischtenniszentrum eröffnet, das die Basis für die angestrebte Zeit in der Tischtennis-Bundesliga bilden soll. Schön ist es auf jeden Fall!

Auch sportlich schwebt der ASV gerade auf Wolke sieben. Das durchgehend aus Nationalspielern bestehende Team führt derzeit die Tabelle der 2. Bundesliga an und ist somit auf bestem Weg, den Aufstieg ins Oberhaus bereits früher zu erreichen als eigentlich gewollt. Trotz der starken Form unseres Gegners hatten wir uns aber dennoch Chancen ausgerechnet, zu ausgeglichen ist die Liga in diesem Jahr.


In den Doppeln traten wir mit Lennart Wehking und Jochen Lang, sowie Thomas Brosig und Florian Wagner an. Da Lennart und Jochen vor zwei Wochen noch die Westdeutschen Doppelmeister in drei Sätzen in die Schranken wiesen, hofften wir auch diese Woche wieder auf einen Erfolg des Duos. Doch leider verschliefen die beiden den Start des Spiels vollkommen: 1:11 und 1:7 im zweiten Satz hieß es nach nur wenigen Augenblicken. Für ihre sensationelle Aufholjagd in Satz zwei belohnten sie sich am Satzende leider nicht, sodass sie mit 0:2 in Rückstand gerieten. Anschließend schien es jedoch als hätten sie den Code des Gegners entschlüsselt. Den dritten Satz konnten sie ungefährdet für sich entscheiden und auch in Satz vier deutete alles auf einen Entscheidungssatz hin. Doch beim Spielstand von 9:9 konnten die Gastgeber erstmals in Führung gehen, weil Lennart einen zu hoch geratenen Abwehrball leider nicht verwandeln konnte. Dieser vergebene "BigPoint" leitete zugleich auch die Vier-Satz-Niederlage ein. Schade, denn damit gingen die Gastgeber mit 2:0 in Führung! Am Nebentisch hatten Thomas und Florian nämlich leider immer wieder das Nachsehen, als es in die entscheidenden Phasen ging. Erneut also ein 0:2-Rückstand nach den Doppeln, erneut lastete enormer Druck auf den Spielern in den Einzeln.


Tombo schaffte es in seinem Einzel gegen Alvaro Robles jedoch einen Blitzstart hinzulegen und den ersten Satz mit 11:6 für sich zu entscheiden. Auch danach zeigte er fantastisches Tischtennis an und drängte dem 23-jährigen Spitzenspieler der Grünwettersbacher immer wieder in die Verteidigung. In der entscheidenden Phase des zweiten Satzes war sein Gegenüber aber den Tick lockerer im Schlagarm und behielt in der Verlängerung die Oberhand. Tombo steckte allerdings nicht auf und legte erneut los wie die Feuerwehr! Eine Rallye schöner als die andere! Doch der Satz sollte erneut mit zwei Punkten Unterschied verloren gehen. Das war's. Im darauffolgenden Satz spielte der spanische Nationalspieler dann fehlerfrei, während Tombo den Glauben an einen Sieg zunehmend verlor.

Lennart hingegen haderte noch mit sich und der Doppelniederlage, wodurch er keinen Spielrhythmus fand. Ein 4:11 und ein hoher Rückstand in Satz zwei war die Folge. Doch Lennart bog sich den Satz irgendwie rein und war somit wieder zurück im Spiel. Eine fehlende Leistungssteigerung im dritten Durchgang bescherte ihm dann erneut einen Satzrückstand - 1:2. Im weiteren Spielverlauf hallten Lennarts Worte "Not gegen Elend" durch das Tischtenniszentrum. Falsch lag er damit nicht. Es war ein Spiel geprägt von vielen leichten Fehlern. Bezeichnend dafür überließ der englische Nationalspieler, Samuel Walker, Lennart den Sieg schließlich mit einem Aufschlagfehler zum 11:9 Endstand. Lennart darf trotz der eher schwachen spielerischen Note freuen, denn sein Kampfgeist war vorbildlich und führte ihm zum Sieg!


Dank Lennarts Erfolg hieß es nur noch 1:3. Mit dem Punktgewinn ging es dann in die 15-minütige Pause und es folgten die Partien des unteren Paarkreuzes. Gianluca Walther traf auf Jan Zibrat und Jochen Lang bekam es mit Geir Erlandsen zu tun.

Gianluca brannte darauf den Rückstand zu verkürzen und wollte seinen Gegner am liebsten gleich überrennen. Im ersten gelang ihm dieses Vorhaben auch direkt sehr eindrucksvoll, als er sich eine 10:2-Führung herausspielte und so auch den ersten Durchgang gewann. Im zweiten konnte Gianluca ebenfalls in Führung gehen, doch dann kam es einen Bruch. Große Probleme mit dem Wechsel des Aufschlagspiels seines Gegners drängten ihn fortan in die Defensive und hinderten ihn daran, seinen Spielfluss beizubehalten. Trotz großer Gegenwehr musste er sich der slowenischen Nummer zwei am Ende geschlagen geben und konnte so noch die Schlussphase von Jochens Einzel mit ansehen.

Jochen lag bereits mit 1:2 zurück und war nun in die Verlängerung des vierten Satzes vorgedrungen. Mit unglaublich präzisen Schlägen über die Seitenlinien heraus, die für den 40-fachen norwegischen Meister, Geir Erlandsen, nicht mehr zu erlaufen waren, kämpfte sich Jochen in den Entscheidungssatz hervor! Hier blieb dem ein oder anderen vor lauter Spannung kurzzeitig immer mal wieder der Atem weg. Jochen spielte sich ganze 5 Matchbälle heraus. Wenige Millimeter fehlten am Ende jedoch zur Tischkante beziehungsweise zum entscheidenden Netzroller, sodass auch Jochen beim Stand von 13:15 das Nachsehen hatte.


Mit dieser bitteren Niederlage und dem daraus resultierenden 1:5 Rückstand im Hinterkopf ging es dann in die zweite Einzelrunde:

Im Spitzenspiel traf Lennart dann auf den Spanier Alvaro Robles. Lennart wirkte auf Grund der Strapazen in den letzten Stunden vor dem Spiel (Bereits im Vorbericht zum Spiel darüber berichtet) ziemlich platt. Und nach dem Spiel gab er selbst zu: "Ich hätte das Spiel vermutlich einfach so dahin laufen lassen, ich war K.O.! Doch ich hatten ein unglaublich gutes Ballgefühl, sodass ich mich einfach weiter quälen musste!" Dieser herausragende Kampfgeist bescherte allen Zuschauern ein absolut ansehnliches Spitzenspiel! Und am Ende krönte Lennart seinen unermüdlichen Einsatz auch noch mit einem Sieg im Entscheidungssatz!

Weil Tombo am Nebentisch erneut eine bärenstarke Leistung zeigte und Samuel Walker am Ende sogar mit 3:1 bezwingen konnte, war plötzlich wieder Spannung in der Begegnung - nur noch 3:5!


Als nächstes war Jochen wieder an der Reihe. Gegen den nur halb so alten Slowenen. Ebenso knapp wie Jochen im ersten Satz unterlag, konnte er den zweiten Satz für sich entscheiden. Es schien ein weiterer Krimi zu werden! Doch leider hatte Jan Zibrat noch etwas draufzusetzen und konnte die nächsten beiden Sätze sehr deutlich für sich entscheiden. Schade, denn damit war das 3:6 besiegelt!


Die einzelnen Ergebnisse im Überblick:

Wehking/Lang - Zibrat/Erlandsen 1:3 (-1,-10,7,-9)
Brosig/Wagner - Robles/Walker 0:3 (-9,-9,-6)

Brosig - Robles 1:3 (6,-10,-9,-3)
Wehking - Walker 3:2 (-4,11,-7,8,9)
Walther - Zibrat 1:3 (6,-9,-8,-7)
Lang - Erlandsen 2:3 (-6,-3,4,10,-13)
Wehking - Robles 3:2 (-7,7,7,-8,8)
Brosig - Walker 3:1 (7,6,-7,4)
Lang - Zibrat 1:3 (-7,8,-4,-3)


Diese 3:6-Niederlage geht zwar völlig in Ordnung, aber auch diese Partie hätten einen anderen Verlauf nehmen können. Nach Spielende trauerte man somit erneut vergebenen Chancen hinterher. Ein Doppelsieg, genutzte Matchbälle von Jochen und schon hätte, hätte, hätte...

In zwei Wochen empfangen wir dann die zweite Mannschaft des TTC matec Frickenhausen (Hinspiel 4:6) in heimischer Halle. Bis dahin werden wir uns wieder aufrappeln und versuchen topfit zu sein, um den zweiten Heimsieg der Saison einzufahren und die Chance auf den Klassenerhalt weiterhin zu wahren. Also, merkt euch schon mal Sonntag, den 08.02.2015 vor. Um 14 Uhr beginnen bereits die Doppel.


Come on, FC!
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