Die 11. Mannschaft des FC ist „ganz unten“: In der Hobbyklasse des Kreises Köln-Erft kann man weder ab- noch aufsteigen, hier regiert der Spaß am Spiel. Dennoch geht man auch am untersten Ende der sportlichen Richterskala mit Ehrgeiz zur Sache: „Wer bei uns an der Platte steht, will gewinnen. Das ist nicht anders als in der Bundesliga“, sagt Mannschaftskapitän Stefan Grohé.

 

Keimzelle der Truppe ist eine Gruppe von Spielervätern. Aus der Pflicht, jedes Wochenende die Kinder zu kutschieren, erwuchs vor rund fünf Jahren die Kür, hin und wieder selbst zum Schläger zu greifen. Stefan Grohé hatte bereits als Jugendlicher drei Jahre Vereinserfahrung gesammelt, bevor er den Faden Jahrzehnte später wieder aufnahm: „Tischtennis kann man bis ins hohe Alter spielen. Außerdem gefällt mir diese wunderbare Mischung aus Mannschafts- und Einzelsport.“

 

So vielfältig die Motivation, so bunt ist auch der berufliche Hintergrund des Teams. Während Stefan Grohé - nebenher, versteht sich - als Dekan der Philosophischen Fakultät an der Uni Köln fungiert, arbeiten seine Mannschaftskameraden als Heilpädagoge, Systemadministrator, Musiklehrer, Musikprofessor und Zerspanungsmechaniker. Und neben einem Koch/Caterer verfügt man für alle Fälle auch noch über einen Polizisten. Ergänzt wird die Mannschaft durch vereinseigene Jugendliche, die in der Hobbklasse erste Erfahrungen mit dem Seniorenbetrieb sammeln sollen.

 

Sportlich läuft es für die 11. zur Zeit ausgesprochen rund. Vier Siege aus vier Spielen sprechen für sich: „Wir sind überraschend gut in die Saison gestartet“, sagt Stefan Grohé, „und nun wollen wir natürlich auch Meister werden.“

Ein Meister allerdings, der nirgendwohin aufsteigen wird.

 

(B.I.)

 

 Auf dem Bild von links nach rechts:                                                 

Das Team in der Aufstellung des Spiels gegen Habbelrath (8:3):    
Georg Jung, Harry Melchers, Matthias Schlothfeldt, Mario Rohlfing

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