Der Straßenkarneval kam gerade recht: Das Zweitliga-Team des 1. FC Köln konnte die jecke Pause gut gebrauchen, um den jüngsten Doppelspieltag mit Partien beim TSV Windsbach (0:6) und beim TV Hilpoltstein (4:6) [LINK] aus den Köpfen zu bekommen. Für die Geißböcke waren die beiden Niederlagen binnen 24 Stunden ein Rückschlag – wenngleich kein gänzlich unerwarteter. Die Auswärtsaufgaben beim Tabellenführer und beim Vorjahres-Meister gehören zu den schwierigsten der Saison. Gerade Aufsteiger Windsbach spielt derzeit in überragender Form und ist auf dem besten Weg zur Meisterschaft.
Die ersten Niederlagen seit Anfang November zeigten den zuletzt formstarken Kölnern aber auch: In einer ausgeglichenen 2. Bundesliga, in der den zweiten und den vorletzten Tabellenplatz gerade einmal sechs Punkte trennen, ist für den FC kein Punktgewinn eine Selbstverständlichkeit. Das gilt auch in den Begegnungen mit den Teams aus der unteren Tabellenregion. Zu denen zählt der nächste Gegner der Geißböcke: Am Sonntag gastiert der 1. FC Saarbrücken-TT II in Köln. Anschlag ist um 14 Uhr, dann im abweichenden Spiellokal, der Dreifachhalle des GymnasiumsNeue Sandkaul (Anschrift: Neue Sandkaul 29, 50859 Köln) in Widdersdorf [LINK].
Die Tabelle weist Köln als Favoriten aus. Die Zweitligavertretung des amtierenden Champions-League-Siegers und Fan-Zhendong-Clubs aus dem Saarland steht mit 8:16 Punkten derzeit punktgleich mit den Abstiegsplätzen. Auch das Hinspiel endete mit einem souveränen 6:2-Erfolg für die Geißböcke [LINK]. Dennoch findet das zweite Aufeinandertreffen beider Teams unter anderen Vorzeichen statt: „Saarbrücken ist in der Rückrunde stärker aufgestellt und will unbedingt noch den Klassenerhalt schaffen“, sagt FC-Spitzenmann Florian Bluhm. Dafür bieten die Blau-Schwarzen regelmäßig den Japaner Yuto Muramatsu sowie Cedric Meissner auf. Beide Spieler gehören eigentlich zur Erstliga-Formation der Saarbrücker. Vor allem Abwehrmann Muramatsu, selbst in der TTBL einer der punktbesten Akteure, dürfte in der 2. Bundesliga kaum zu schlagen sein. Sind beide Spitzenkräfte beim FCS mit an Bord, was auch am Wochenende in Köln wieder der Fall sein könnte, können mit Dennis Klein und dem ehemaligen Kölner Wang Lichen starke Spieler ins hintere Paarkreuz rücken.
Demgegenüber muss sich der FC in neuer Personalkonstellation erst noch zurechtfinden. „Bis jetzt haben wir den Abgang von Tom noch nicht zu 100 Prozent kompensieren können“, sagt Bluhm über den Verlust des englischen Spitzenspielers Tom Jarvis in der Winterpause. An seiner Stelle rückten in der Rückrunde bislang der Taiwaner Chia-An Yang sowie der Japaner Tomoki Omada ins Kölner Aufgebot. Letzterer wird auch an diesem Wochenende zum Einsatz kommen. Zudem plagte Mike Hollo, in der ersten Saisonhälfte überragende Kölner Kraft im hinteren Paarkreuz, zuletzt mit einer Sehnenreizung in der Schulter. Der FC will den Widerständen trotzen. „Ich traue uns zu, gegen Saarbrücken mindestens einen Punkt zu holen“, sagt Florian Bluhm. „Wir werden jedenfalls alles daran setzen.“
Come on, FC!
Foto: Marcel Mundt
Die Kader im Überblick:
1. FC Köln
1 Florian Bluhm (2414)
2 Tomoki Omoda (2364)
3 Mike Hollo (2306)
4 Gianluca Walther (2308)
5 Lleyton Ullmann (2290)
1. FC Saarbrücken-TT II
1 Yuto Muramatsu (2533)
2 Cedric Meissner (2407)
3 Dennis Klein (2329)
4 Wang Lichen (2373)
5 Samuel Arpas (2306)
6 Mathias Hübgen (2234)
7 Marius Henninger (2277)









