Letztes Wochenende standen uns, der Zweiten, mit den Partien gegen den Tabellenführer TTC Champions Düsseldorf und dem TTC Schwalbe Bergneustadt zwei ganz schwere Spiele bevor. Vor dem Heimspiel am Samstag waren die Rollen klar verteilt. Die Champions aus Düsseldorf sind der Topfavorit auf die Meisterschaft in der NRW Liga. Warum das so ist, dazu genügt ein Blick auf die Mannschaftsaufstellung der Düsseldorfer. Angeführt wird die Truppe von Evgueni Chtchetinin, der aktuell die Nummer 117 der Weltrangliste ist. Dahinter ist die Mannschaft in jedem Paarkreuz hochklassig besetzt.

 

Nachdem wir im bisherigen Saisonverlauf alle Spiele relativ souverän meistern konnten, gingen wir als Außenseiter in das Heimspiel gegen den Klassenprimus. Geschadet hat es nicht, denn wir starteten furios und konnten alle drei Doppel gewinnen. Der Grundstein für eine kleine Sensation war also gelegt. Es dauert jedoch nicht lange, bis die Euphorie ein wenig verflogen war, denn die Düsseldorfer glichen recht schnell zum 3:3 aus.

 

Anders als in den Heimspielen zuvor waren auch einige Zuschauer in die Halle gekommen und die Unterstützung sollte sich in der Folge auch auszahlen.

Nach starken Leistungen von Mussa und Manuel konnten wir zurückschlagen und wieder mit 5:3 in Führung gehen.

 

Lange Zeit sah es sogar so aus, als könnten wir den alten Abstand wieder herstellen. Denn Lars und Mike Ruf beackerten sich fünf Sätze lang und beim Stand von 9:9 im fünften Satz hatte dieses Spitzenspiel seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Damit ist aber nicht nur die Spannung gemeint, sondern die Wortwahl und der Pulsschlag einiger aktiver und passiver Akteure. Leider ging das Spiel an unsere Gäste, es hatte aber den positiven Nebeneffekt, dass die Stimmung in der Halle nun eines Spitzenspiels würdig wurde. Böse Zungen behaupten sogar, dass es ein bisschen giftig wurde.

Wir gingen also mit einer  5:4 Führung in die zweite Runde.

 

Der zweite Durchgang war nicht weniger spannend und aufgeheizt. Wir konnten knappe Spiele von Denis und Mussa zu unseren Gunsten entscheiden. Lars siegte klar in drei Sätzen und sicherte somit einen Punkt.

Eine erste Überraschung war uns somit schon einmal vor dem Abschlussdoppel gelungen.

 

Das Abschlussdoppel begann kurz vor 23.00 Uhr.  Denis und Philipp gingen gegen Frank Müller und  Evgueni Chtchetinin an den Tisch.

Gegen die beiden Defensivspezialisten entwickelte sich ein richtiges Geduldsspiel und das Ganze zu besagter später Stunde.

Wie so oft entscheiden solche Spiele sich im fünften Satz. Angepeitscht von den fantastischen Zuschauern konnten sich die beiden Kölner zwei Matchbälle beim Stand von 10:8 sichern.

Der erste ging recht schnell in die Hose. Die Anspannung war bei allen Beteiligten merklich zu spüren.

Einem Topspin von Denis folgte eine Schnittabwehr von Chtchetinin, auf die wiederum ein Vorhand Topspin Kracher von Philip folgte, auf den Frank Müller keine Antwort hatte.

 

Der Jubel bei uns war grenzenlos, die Düsseldorfer geschockt und beide Teams platt.

Lange Zeit zum Feiern blieb uns allerdings nicht, denn am Sonntag stand uns das schwere Auswärtsspiel in Bergneustadt bevor.

 

Klar war, dass die Punkte vom Vortag nur zählen, wenn wir gegen Bergneustadt nachlegen.

 

Abermals starten wir erfolgreich mit 2:1 in die Partie mit unseren starken Doppeln.

Klare Siege von Steini, Philipp und Manuel standen Niederlagen von Denis und Mussa gegenüber. Wieder war es Lars überlassen, die Partie in die richtige Bahn zu lenken. Wieder stand er seinem Kontrahenten im fünften Satz gegenüber, nur diesmal konnte er das Spiel erfolgreich zu Ende spielen und für eine beruhigende 6:3 Führung sorgen.

 

Denis war in seinem zweiten Spiel völlig von der Rolle und verlor klar. Bei Steini sah es lange Zeit ebenfalls düster aus, und es drohte der Anschluss zum 5:6.

Wohl kaum jemand hätte beim Stand von 1:2 und 5:10 auch nur einen Cent auf „Stonefield“ gesetzt. Er holte aber nicht nur den vierten Satz, sondern auch den fünften und somit gingen wir mit 7:4 in Führung.

 

Nach einer Niederlage von Phil und einem Sieg von Mussa, fehlte uns nur noch ein Punkt zum Sieg. Lars Bum Bum Bauer wurde seinem Spitznamen mehr als gerecht, und es schlug mehrmals auf der Tischhälfte seines Gegenübers ein. Gewonnen hatten wir, es ging nun nur noch um die Höhe, denn das Spiel von Manuel zählte zuerst.

 

Hier musste der fünfte Satz entscheiden und irgendwie merkte man dem sympathischen Baden Badener im Trikot des FC an, dass der Vortag ihn ziemlich geschlaucht hatte.

Manuel verlor die Partie und somit zählte das Spiel von Lars, so dass wir 9:6 gewonnen hatten.

 

Glücklich, zufrieden und total platt schleppten wir uns zu den Autos und fuhren nach Köln zum Italiener.

Bei leckerer Pizza und Tortellini Al Forno genossen wir das erfolgreiche Wochenende und den Restsonntag.

 

Die „Zweite“ bedankt sich bei allen Zuschauern und Unterstützern, ohne die der Sieg gegen Düsseldorf wohl nicht möglich gewesen wäre.

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