Bagher Mortazavi und Rahdeen Haghighat nehmen sich in den Arm und strahlen in die Kamera. Bagher, 77 Jahre alt, weißes Haar, mit Trainingsjacke, Shorts, und dunklen Schuhen bekleidet, hält einen Tischtennisschläger in seiner rechten Schlaghand. Rahdeen könnte kaum gegensätzlicher wirken: 13 Jahre jung, dunkles Haar, kurzes Oberteil, lange Hose, helle Schuhe und Linkshänder.

22404f78-005a-4f1d-9ff1-0c067c4dc4f2Trotz der sichtbaren Unterschiede dient diese Aufnahme zugleich als Sinnbild für die positiven Eigenschaften des Sporttreibens in der Abteilung des 1. FC Köln: Tischtennis ist eine gemeinsame und verbindende Leidenschaft.

„Tischtennis gab mir die nötige Kraft“

Das Tischtennisspielen ist bis ins hohe Alter möglich. Daher ist der 77-jährige Bagher Mortazavi nicht nur als stellvertretender Abteilungsleiter ein Aktivposten, sondern auch noch immer als Spieler: 21 Einsätze hat er in der laufenden Spielzeit bereits absolviert.

Dass Bewegung für die Gesundheit förderlich ist, stellt kein Geheimnis dar. Das schnelle Agieren beim Tischtennis, die Kopf-Hand-Motorik, die raschen Bewegungen und Reaktionen sollen Studien zufolge helfen, Krankheitsbilder zu verlangsamen. Aus diesem Grund kooperiert die Tischtennis-Abteilung auch mit dem PingPongParkinson e.V. und begleitet jeden Freitag eine Trainingsgruppe aus Parkinson-Erkrankten.

Bagher Mortazavi ist sich darüberhinaus sicher, dem Tischtennissport sein Leben zu verdanken: „Das Ziel, wieder Tischtennis zu spielen, gab mir die nötige Kraft“, um 2014 über eine Knochenmarktransplantation hinwegzukommen.

Der Traum von der Bundesliga

Über all dies macht Rahdeen Haghighat sich noch keine Gedanken. Der 13-jährige fing erst 2020 beim FC mit dem Tischtennisspielen an. Doch der Zauber des Spiels hat ihn bereits voll in seinen Bann gezogen. Wie so viele junge Sportler träumt Rahdeen davon, später einmal in der Bundesliga aufzulaufen.

Dass dieser Traum tatsächlich einmal Realität werden könnte, scheint gar nicht so abwegig. Ende Januar gewann der Linkshänder bei den Westdeutschen Meisterschaften der U15 die Goldmedaille im Doppel und kletterte als Einzelkämpfer ebenfalls aufs Podest – Bronze!

Eine großartige Leistung und der vorübergehende Höhepunkt einer steilen Entwicklung in dreieinhalb Jahren Tischtennistraining. Behält Rahdeen Haghighat seine Leidenschaft und seinen Fleiß bei, so hat er die Möglichkeit, die Liste der Eigengewächse, welche beim FC den Sprung in die Bundesliga-Mannschaft geschafft haben, fortzuschreiben.

Verbindender Volkssport

Tischtennis steht in unserer multinationalen Gesellschaft für Integration, Miteinander sowie Toleranz unterschiedlicher Kulturen und Ansichten. Darum hat es sich die Tischtennis-Abteilung auf die Fahne geschrieben, diese Werte in besonderem Maße zu fördern.

Dass mit Bagher Mortazavi und Rahdeen Haghighat zwei Menschen hier eine Erfolgsgeschichte schreiben, die nicht in Deutschland geboren wurden, erfüllt die Abteilung mit Stolz. Das FC-Ehrenmitglied (seit 2020) Bagher Mortazavi wurde im Iran geboren, so wie Rahdeen Haghighats Eltern. Der Jungbock selbst wuchs in England auf. Bagher und Rahdeen sind eine wertvolle Bereicherung für Köln und Sinnbild für viele großartige Geschichten unserer Mitglieder.

Come on, FC!

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