Das Zweitliga-Team des 1. FC Köln verliert nach der Saison seinen Spitzenspieler: Nach nur einer Spielzeit im Kölner Trikot verlässt Florian Bluhm den Club wieder und wird sich zur kommenden Runde dem ASC Grünwettersbach anschließen. Für den Abwehrspieler ist es eine Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte: Bluhm spielte bereits von 2009 bis 2018 für die Karlsruher. Schon heute absolviert er zudem den Großteil seines Trainings im dortigen Trainingszentrum und wohnt unweit der Halle. „Es hat einfach alles sehr gut gepasst“, sagt Bluhm über die Offerte seines ehemaligen und auch zukünftigen Vereins. „Ich erhoffe mir, durch gute Leistungen auch den einen oder anderen Einsatz in der TTBL zu bekommen.“ Derzeit startet die erste Mannschaft der Grünwettersbacher in der 1. Liga, wo sie gegen den Abstieg spielt. Die zweite Mannschaft tritt in der 3. Bundesliga Süd an.
Der 29 Jahre alte Bluhm war im vergangenen Sommer von der Neckarsulmer SU in die Domstadt gewechselt [LINK] – und hat die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. „Flo ist voll eingeschlagen“, sagt Teamchef Gianluca Walther. Mit seiner attraktiven Spielweise, seinem großen Kampfgeist und nicht zuletzt mit herausragenden Resultaten machte er die Abgänge von Andre Bertelsmeier und Tobas Hipplervergessen. Mit seiner aktuellen Bilanz von 16:11 Siegen gehört Bluhm zu den besten Spielern der 2. Liga. Zu Beginn der Hinrunde stand er zwischenzeitlich gar 9:2. Obwohl es Bluhm schon nach einem Jahr wieder wegzieht, bereut er seinen Wechsel zum FC nicht – im Gegenteil: „Ich hatte eine schöne Zeit in Köln“, sagt er. „Ich möchte mich in den letzten drei Spielen noch mal gut präsentieren und mit der Mannschaft den Klassenerhalt eintüten.“ Kurios: Auch zwei frühere Spitzenspieler der Kölner stehen derzeit in Grünwettersbach unter Vertrag, nämlich Tom Jarvis und Tobias Hippler.
Bluhm ist nicht der einzige Leistungsträger, der die Kölner nach dieser Saison verlassen wird. Bereits seit einigen Wochen steht fest, dass auch Mike Hollo dem FC den Rücken kehren wird. Wie Bluhm strebt auch die Nummer drei der Kölner eine Rückkehr an: Hollo zieht es wieder zu seinem vorherigen Verein DJK SpVgg Effeltrich, von dem er im vergangenen Sommer gekommen war [LINK]. Der Rechtshänder spielte vor allem in der Hinrunde eine überragende Saison (10:3 Siege), ehe ihn zum Jahresstart eine Verletzung am Schlagarm ausbremste. „Bis zu seiner Verletzung war Mike am unteren Paarkreuz einer der überragenden Akteure“, sagt Walther, der auch sonst nur lobende Worte für den 22-Jährigen übrig hat. „Wir sind sehr zufrieden mit Mike. Er hat sich stets vorbildlich eingebracht und war sportlich wie menschlich ein Gewinn“, erklärt Walther. Auch der frühere Jugendnationalspieler selbst spricht von einer „sehr schönen Zeit“ beim FC. „Die Entscheidung ist mir alles andere als leicht gefallen“, sagt Hollo über seinen Wechsel. Ähnlich wie bei Bluhm hat bei der Entscheidung auch die Nähe zu seiner Heimat einen Ausschlag gegeben. Den Bayern Hollo zieht es zurück in seine bayerische Heimat.
Kölns Gianluca Walther macht keinen Hehl daraus, dass er sowohl Bluhm als auch Hollo gerne weiterhin im Kölner Trikot gesehen hätte. „Aber wenn die Vereine aus der Heimat mit dem passenden Gesamtpaket locken, ist es nur sehr, sehr schwierig, die Spieler zu halten“, gesteht der Kölner Abteilungsleiter. Längst aber bastelt der FC, der sich nach der knappen Niederlage beim TTC Fortuna Passau vor Wochenfrist weiterhin noch Punkte im Kampf gegen den Abstieg benötigt [LINK], im Hintergrund an einer schlagkräftigen Mannschaft für die kommende Spielzeit.
Come on, FC!
Fotos: Marcel Mundt









