Zu einem Unentschieden fehlten nur noch wenige Punkte – letztlich aber endete die Partie beim TTC Fortuna Passau mit einer Enttäuschung: Das Zweitliga-Team des 1. FC Köln musste sich am Sonntag in ihrem Gastspiel an der Donau 3:6 geschlagen geben. Einmal mehr, denn die Niederlage steht in einer Reihe mit vielen sportlichen Misserfolgen beim Liga-Urgestein. „Unsere Bilanz in Passau bleibt ernüchternd“, sagte Kölns Gianluca Walther über das unliebsame Auswärtsspiel. Durch die Niederlagen bleiben die Kölner auch drei Spieltage vor dem Saisonende in Abstiegssorge: Zwar ist das Punktekonto nach wie vor ausgeglichen (15:15), die Abstiegszone aber liegt nur zwei Zähler entfernt. Derzeit steht der Oldenburger TB (13:17) auf dem ersten Abstiegsplatz. Umso größer zog im FC-Lager die Enttäuschung über die Niedrelage in Passau: Ein Punkt wäre für die Geißböcke wichtig gewesen.

Die Partie gegen die Fortunen verlief in Wellen. Immer wenn das obere Paarkreuz der Gastgeber, aufgestellt mit dem Japaner Keisuke Kiho und Viktor Yefimov, in die Box stieg, war Passau am Sonntagnachmittag im Vorteil. Letztlich steuerten die beiden Topspieler der Fortunen fünf von fünf möglichen Punkten bei – und holten damit den Gesamtsieg ihrer Farben fast im Alleingang. „Dass wir die beiden nicht schlagen konnten, war definitiv ein Knackpunkt“, sagte Walther, der vor allem den starken Vorstellungen von Yefimov Respekt zollte. Kiho und Yefimov hatten zunächst das Doppel gewonnen. Dann hatten sie in den Einzeln zweimal aus einem Gleichstand in eine Zwei-Punkte-Führung für ihr Team gemacht. Von 1:1 auf 3:1 – und von 3:3 auf 5:3. Am nächsten kam noch Wang Chen-You einem Punktgewinn: Der Taiwaner, der nach seinem Wechsel im Winter erstmals den Geißbock auf der Brust trug, hatte gegen Kiho eine 2:0-Satzführung aus der Hand gegeben – und damit das zwischenzeitliche 2:1 für seine Mannschaft.

Dass sich Köln trotz der Nullrunde am oberen Paarkreuz dennoch fast bis zum letztmöglichen Ballwechsel in der Partie hielt, lag wiederum an einem starken unteren Paarkreuz. Das konterte in Person von Mike Hollo und Lleyton Ullmann zunächst den 1:3-Rückstand: Hollo besiegte erwartungsgemäß den jungen Kroaten Benko, während Ullmann mit einem überraschenden Erfolg gegen Schmid bestätigte, dass er in den vergangenen Monaten nach und nach sein Niveau nach oben geschoben hat. Es hätte nicht viel gefehlt und Kölns unteres Paarkreuz hätte den doppelten Punktgewinn in der zweiten Einzelrunde wiederholt: Hollo gewann gegen Schmid die ersten Sätze überaus deutlich (11:6, 11:4). Als der Schweizer im Trikot der Fortunen die Partie ausgeglichen und die Begegnung die Verlängerung des fünften Satzes erreicht hatte, führte Ullmann am Nachbartisch wiederum bereits 2:1 nach Sätzen und 9:7 im vierten Durchgang. Hätte Hollo gewonnen, wäre das wohl gleichbedeutend mit einem 5:5-Unentschieden gewesen. Doch es kam anders: Der Kölner unterlag 10:12 im Entscheidungssatz. „Dass Mike sein Spiel nicht nach Hause bringen konnte, ist schade“, sagte Walther, der vor allem dem in Doppel und Einzel ungeschlagenen Ullmann die Rolle des Matchwinners auf Kölner Seite gegönnt hätte. „Lleyton hätte es verdient gehabt, uns das Unentschieden zu retten“, sagte der Kölner.

Für die Kölner geht die Saison mit zwei enorm wichtigen Heimspielen weiter: Erst kommt der 1. FSV Mainz 05 zum Duell der Karnevals-Hochburgen in die Stadt (29. März, 14 Uhr). Am 11. April, einem Samstag, gastiert dann der starke TTC SR Hohenstein-Ernstthal bei den Geißböcken, Anschlag ist um 18 Uhr. Beide Heimspiele werden im Gymnasium Neue Sandkaul in Köln-Widdersdorf ausgetragen.

Come on, FC!

 

Die einzelnen Ergebnisse im Überblick:

Keisuke Kiho/Viktor Yefimov – Mike Hollo/Gianluca Walther 3:0 (11:6, 11:3, 12:10)
Elia Schmid/Leon Benko – Wang Chen-You/Lleyton Ullmann 0:3 (7:11, 10:12, 10:12)

Keisuke Kiho – Wang Chen-You 3:2 (11:6, 8:11, 8:11, 11:7, 11:7)
Viktor Yefimov – Florian Bluhm 3:1 (11:5, 11:1, 9:11, 11:9)
Elia Schmid – Lleyton Ullmann 1:3 (11:7, 12:14, 6:11, 9:11)
Leon Benko – Mike Hollo 1:3 (6:11, 5:11, 11:9, 9:11)
Keisuke Kiho – Florian Bluhm 3:1 (11:4, 7:11, 11:5, 13:11)
Viktor Yefimov – Wang Chen-You 3:1 (11:8, 9:11, 11:7, 11:3)
Elia Schmid – Mike Hollo 3:2 (6:11, 4:11, 11:7, 11:7, 12:10)

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