Am 17. und 18. Januar 2026 fanden in Waltrop die 78. Westdeutschen Einzelmeisterschaften statt. 32 Damen und 48 Herren kämpften am nördlichen Rande des Ruhrgebiets um die Titel sowie um Plätze für die Deutschen Meisterschaften 2026.
Der 1. FC Köln ging mit Cora Pfafferott, Florian Bluhm und Marius Strahl an den Start. Cora hatte sich als Bezirksmeisterin und Marius als Dritter bei den Bezirksmeisterschaften im Oktober 2025 qualifiziert. Als Bundesligaspieler des 1. FC Köln war Florian auf Bezirksebene freigestellt und einer der Top-Anwärter auf den Meisterschaftstitel.
Der in Karlsruhe lebende Profi wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann das Turnier in der Herrenklasse wie schon 2022. Florian besiegte im Finale Erik Bottroff ohne Satzverlust. Der Ausrichter des Turniers, TTV Waltrop 99, hatte dem Spieler des BVB, der schon bei vielen Zweitligapartien in der Kölner Biggestraße für Furore gesorgt hatte, eine der beiden Wildcards gegeben. Im Endspiel fehlte dem mehrfachen Westdeutschen Meister im schwarz-gelben Trikot allerdings die nötige Ausdauer, um die Abwehrbälle von Florian in einen Siegesschlag zu verwandeln und einen Satz zu gewinnen. Damit litt das Finalspiel leider an etwas Spannung.
Eigentliches Endspiel im Viertelfinale
Den zahlreichen Zuschauer:innen, darunter die ehemaligen FC-Zweitligaspieler Björn Helbing und Thomas Brosig, wurde allerdings bereits im Viertelfinale am Sonntagvormittag ein höchst spektakuläres Spiel geboten. Aufgrund der Brisanz und Länge über die volle Distanz kann es als eigentliches Endspiel gelten.
Florian besiegte im Match der letzten acht Spieler Lukas Bosbach, der im WTTV für den Verein DJK Franz-Sales-Haus Essen aufschlägt. Dabei hatte Florian schon 3:1 gegen den Regionalligaspieler zurückgelegen. Ein Favoritensturz lag in der Luft. Diesen wehrte aber der Defensivkünstler mit seiner gewohnten Nervenstärke und Raffinesse ab. Schließlich gewann Florian im siebten Satz mit 14:12. Darauf stellte sich der FC-Spieler im Halbfinale Kirill Fadeev, den er souverän mit 4:1 bezwang.
Für Cora und Marius, die für den 1. FC Köln in der NRW-Liga Damen bzw. Herren antreten, war das Turnier am Samstag nach den Gruppenspielen bzw. dem 1. K-O-Spiel beendet.
TT-Highlight Westdeutsche Meisterschaften
Als teilnehmender Nicht-Profi waren die 78. Westdeutschen Meisterschaften für die Schreiberin dieser Zeilen bereits ein absoluter Genuss: Das Turnier verlief organisatorisch wie am Schnürchen. Es gab viele applaudierende Zuschauer:innen, einen Live-Stream der Spiele, Schiedsrichter:innen bei jeder Partie, einen extra beauftragten Fotograf für alle Spieler:innen, und ebenfalls waren einige namhafte Funktionär:innen anwesend. So konnte Cora sich einen Tag lang als Profi wähnen. Rein für die Teilnahme an diesem Event lohnt es sich nach einem Arbeitstag zu trainieren und die Qualifikationsturniere für die Westdeutschen Meisterschaften zu spielen.
Deutsche Meisterschaften 2026 in Erfurt
Ein ähnlicher Höhepunkt werden die „TT Finals“ im Juni in Erfurt sein, bei denen die Deutschen Meister in zahlreichen Klassen ermittelt werden. Vom FC hat sich dafür bereits Florian als Westdeutscher Meister qualifiziert, er wird bei den Deutschen Meisterschaften der offenen Herrenklasse antreten. Katharina Motzin ist als Siegerin des Qualifikationsturniers, das im Dezember 2025 ausgespielt wurde, bei den Deutschen Meisterschaften in der Amateurklasse C dabei. Cora wartet noch auf den Termin für die Quali in ihrer Klasse. Als Westdeutscher Vize-Jugendmeister wird Marius voraussichtlich in der Kategorie Jugend U19 nominiert werden.
Vielen Dank an den WTTV und die vielen ehrenamtlichen Helfer:innen des TTV Waltrop 99 für die Ausrichtung der Westdeutschen 2026!
Die Spielpaarungen und Ergebnisse der einzelnen Partien lassen sich hier ablesen:









