Besser hätte das Sportjahr für die Zweitliga-Mannschaft des 1. FC Köln kaum beginnen können. Am Sonntagnachmittag holten die Geißböcke im Heimspiel gegen den Oldenburger TB, das aufgrund von Hallenproblemen im benachbarten Jülich ausgetragen wurde [LINK], einen unerwartet glatten 6:1-Erfolg. „Es war ein perfekter Rückrundenstart“, bilanzierte ein hochzufriedener FC-Akteur Lleyton Ullmann, dessen Quartett den Hinspiel-Erfolg [LINK] gegen den Aufsteiger und Drittliga-Nord-Meister des Vorjahres wiederholte.

Hatte sich Köln im Vorfeld beinahe auf eine Außenseiterrolle gegen den zur Winterpause enorm verstärkten Nord-Club eingestellt, ging die Favoritenbürde bei Bekanntwerden auf die Aufstellungen zurück zum FC: Oldenburg trat zwar mit dem starken ukrainischen Winter-Neuzugang Yaroslav Zhmudenko an, ansonsten aber fehlten aus dem breiten OTB-Kader etliche Topleute. „Nachdem Oldenburg nicht mit voller Aufstellung gekommen war, war uns klar, dass wir als Favorit ins Spiel gehen“, gestand Ullmann. Köln, beim dem seinerseits mit dem Taiwaner Yang Chia-An ebenfalls ein neu verpflichteter Spieler debütierte, nahm die Rolle an.

Das zeigte sich gleich in den Doppeln. Sowohl die Paarung Mike Hollo/Gianluca Walther, die erwartungsgemäß Senkbeil/Schulz besiegte, als auch Yang/Ullmann am Nachbartisch, die Oldenburgs Top-Duo Zhmudenko/Nad Nemedi niederhielten, punkteten für die Gastgeber. „Durch die beiden Doppelerfolge sind wir mit viel Rückenwind in die Einzel gegangen“, sagte Ullmann. In denen zeigten dann ausnahmslos alle Geißböcke gute Form.

img_7927Der erste Einzeldurchgang verlief vergleichsweise unspektakulär. Bluhm, der frischgebackene Westdeutsche Einzelmeister [LINK], besiegte Nad Nemedi nach Auftaktschwierigkeiten 3:1. Demgegenüber fand Yang gegen Routinier Zhmudenko erst zu spät ins Spiel – und unterlag in vier Sätzen. Das untere Paarkreuz hatte Köln hingegen fest im Griff. Sowohl der Erfolg von Hollo gegen Schulz als auch der von Ullmann gegen Senkbeil war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Die Geißböcke stellten auf 5:1 und waren bereits bis auf einen Punktgewinn an den Gesamtsieg herangerückt.

Letztlich sollte Köln an diesem Nachmittag sogar noch zweimal punkten. Im Spitzeneinzel war Bluhm beim Stand von 0:2 nach Sätzen und 9:10 nach Punkten im dritten Durchgang bereits gegen Zhmudenko schon beinahe der klare Verlierer. Doch der Abwehrspezialist klaute sich den dritten Satz nach Abwehr eines Matchballs und erreichte schließlich den fünften Satz. Dort war es erneut Zhmudenko, der beim Stand von 10:8 die nächsten Matchbälle hatte. Wieder wehrte sie Bluhm ab – und gewann schließlich 12:10.

Auf dem Papier war es der Siegpunkt der Kölner. Der Gesamtsieg aber hatte schon wenige Minuten zuvor festgestanden, denn Yang Chia-An hatte sich gegen Nad Nemedi seinen Premieren-Sieg im Kölner Trikot geholt – ebenfalls im fünften Satz. Der junge Taiwaner, der als einer von mehreren Spielern den im Winter gewechselten Tom Jarvis ersetzen soll, hinterließ bei seinem ersten Auftritt nicht nur sportlich einen guten Eindruck. „Er hat sich direkt gut mit der Mannschaft verstanden und war eine Bereicherung fürs Team“, lobte Lleyton Ullmann seinen neuen Teamkameraden, der gewissermaßen für einen 7:1-Endstand gesorgt hatte.

Der Erfolg gegen Oldenburg war für die Kölner das jahresübergreifend fünfte Spiel ohne Niederlage, in denen der FC insgesamt 9:1 Punkte holte. Als Tabellendritter stehen die Geißböcke in einer weiterhin extrem ausgeglichenen 2. Bundesliga mit 13:7 Punkten gut dar. Ob sie gar von mehr träumen dürfen, entscheidet sich womöglich schon in zwei Wochen: Dann bestreitet Köln einen Auswärts-Doppelspieltag mit Partien beim TSV Windsbach (7. Februar, 18 Uhr) und beim TV Hilpoltstein (8. Februar, 14 Uhr). Windsbach ist der aktuelle Tabellenführer, Hilpoltstein der Meister der Vorsaison.

Come on, FC!

Foto: Marcel Mundt

 

Die Ergebnisse im Überblick:

Mike Hollo/Gianluca Walther – Vincent Senkbeil/Nico Schulz 3:1 (11:7, 11:5, 7:11, 11:6)
Yang Chia-An/Lleyton Ullmann – YaroslavZhmudenko/Valentin Nad Nemedi 3:1 (11:8, 9:11, 14:12, 11:5)

Florian Bluhm – Valentin Nad Nemedi 3:1 (13:11, 11:13, 11:4, 11:8)
Yang Chia-An – Yaroslav Zhmudenko (5:11, 8:11, 17:15, 11:13)
Mike Hollo – Nico Schulz (11:4, 11:9, 11:4)
Lleyton Ullmann – Vincent Senkbeil (11:8, 11:8, 11:9)
Florian Bluhm – Yaroslav Zhmudenko (8:11, 7:11, 12:10, 11:8, 12:10)

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